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Wissenswertes aus der Welt der Fest- und Brautmode
Brautpaar in innigem Moment Stirn an Stirn bei goldenem Sonnenuntergang – Braut in Spitzen-Brautkleid mit Pailletten, Bräutigam im schwarzen Anzug – romantischer Hochzeitsmoment Schweiz

Wie übergibt man das Geldgeschenk?

Kurze Antwort: Im Umschlag, mit einer persönlichen Karte, direkt am Hochzeitstag. Die etwas längere Version:

In der Schweiz ist es üblich, das Geldgeschenk am Hochzeitstag persönlich zu übergeben – entweder diskret beim Begrüssen des Brautpaars oder in eine bereitgestellte Geschenkbox. Viele Paare stellen an der Feier eine elegante Box oder einen dekorierten Korb auf, in den Umschläge eingeworfen werden können. Praktisch, unauffällig, funktioniert.

Was nicht so gut funktioniert: Den Umschlag einfach irgendwo hinlegen und hoffen, dass er gefunden wird. Oder – noch schlechter – nichts mitbringen und später per Twint überweisen mit dem Betreff „Hochzeit lol". Ja, das passiert. Nein, das Paar vergisst es nicht.

Wer nicht an der Feier teilnimmt, aber trotzdem schenken möchte: Ein Einschreiben per Post oder eine Banküberweisung mit einer persönlichen Nachricht vorab ist vollkommen in Ordnung – und oft herzlicher als ein stummer Umschlag am Tisch.

Was wenn das Budget knapp ist?

Erst mal: Es ist in Ordnung, weniger zu geben. Das Brautpaar lädt dich ein, weil es sich freut, dich dabei zu haben – nicht um eine Rendite auf die Cateringkosten zu erzielen.

Wer wirklich knapp bei Kasse ist, dem empfehlen wir: Gib weniger, aber gib es mit Haltung. Ein Umschlag mit Fr. 50.- und einer handgeschriebenen Karte, die wirklich von Herzen kommt, ist ehrlicher und bewegender als Fr. 150.- ohne ein einziges persönliches Wort.

Eine weitere Option: Zeit statt Geld. Wenn du eine Fähigkeit hast – fotografieren, backen, einen Transporter fahren, einen Song spielen – biete das an. Manche Paare schätzen das mehr als Geld. Aber nur wenn es wirklich ernst gemeint ist und nicht als Ausrede durchschaut wird.

FAQ: Geldgeschenk Hochzeit Schweiz

Enge Freunde und Geschwister: Fr. 150.- bis Fr. 300.- pro Person. Gute Bekannte: Fr. 100.- bis Fr. 150.-. Entfernte Bekannte: Fr. 50.- bis Fr. 100.-. Als Paar gemeinsam etwa das 1.5-fache. Faustregel: Das Geschenk sollte mindestens die Kosten des eigenen Platzes an der Feier decken.

Am Hochzeitstag beim Apéro – direkt ans Brautpaar oder in die Geschenkbox. Wer von weit anreist, kann auch vorab per Post schicken oder überweisen, mit persönlicher Nachricht. Nachträglich ist möglich, aber eher unüblich.

Weniger geben ist völlig in Ordnung – aber mit Haltung. Ein kleinerer Betrag mit einer wirklich persönlichen, handgeschriebenen Karte ist oft berührender als Fr. 200.- ohne ein einziges Wort.

Bei italienischen oder Balkan-Hochzeiten sind die Beträge oft höher – Fr. 150.- pro Person aufwärts ist eher die Norm. Geld ist klar bevorzugt, Sachgeschenke selten. Im Zweifel vorab bei jemandem nachfragen, der das Paar gut kennt.

Kommt auf den Kontext an. Bei entfernten Bekannten ist Fr. 50.- bis Fr. 80.- akzeptabel. Bei engen Freunden würde ein sehr kleiner Betrag auffallen. Eine herzliche Karte macht in jedem Fall den Unterschied.
Braut in weissem Spitzen-Brautkleid und Brautmutter im rosafarbenen Abendkleid lächeln gemeinsam in goldenem Sonnenlicht – herzlicher Moment an der Hochzeit Schweiz

Wann schenkt man – vor, an oder nach der Hochzeit?

Die kurze Antwort: Am Hochzeitstag, beim Apéro oder bei der Ankunft. Das ist in der Schweiz die übliche und praktischste Lösung.

Wer das Geschenk vorher schicken möchte – etwa weil man von weit anreist und keinen Umschlag im Koffer mitschleppen will – kann es auch per Post schicken oder vorab überweisen. Wichtig: Eine kurze Nachricht dazu, damit das Paar weiss, von wem es kommt. Ja, sie bekommen sehr viele Überweisungen an diesem Wochenende.

Was eher unüblich ist: Das Geschenk Wochen nach der Hochzeit nachreichen. Das Paar ist dann bereits im Hochzeitsurlaub oder wieder im Alltag versunken – der Moment ist vorbei. Falls es sich nicht vermeiden lässt, einfach kurz erklären, warum es sich verzögert hat. Das Paar wird es verstehen.

Kulturelle Unterschiede: Italien, Balkan und Schweiz im Vergleich

Die Schweiz ist ein kleines Land mit einer bemerkenswert grossen kulturellen Vielfalt – und das spiegelt sich auch bei Hochzeiten wider. Wer zur Hochzeit einer italienischstämmigen Familie oder eines Paares mit Balkan-Wurzeln eingeladen ist, sollte wissen, dass die Spielregeln etwas anders sein können.

Italienische Tradition: Die Busta – der Geldumschlag – ist in Italien die klare Norm. Sachgeschenke sind selten, Geld wird erwartet und auch offen so kommuniziert. Die Beträge liegen oft höher als in der Schweiz, besonders bei grossen Familienhochzeiten. Als Faustregel gilt hier eher Fr. 150.- aufwärts pro Person – und das Paar zählt die Umschläge tatsächlich aus.

Balkan-Tradition (serbisch, kroatisch, bosnisch): Hochzeiten im Balkan-Kontext sind Gemeinschaftsereignisse – gross, laut, herzlich und grosszügig. Geld wird oft direkt beim Tanz überreicht, manchmal in einer Art öffentlichem Zeremoniell. Die Beträge können beachtlich sein, weil Gegenseitigkeit eine grosse Rolle spielt: Was du heute gibst, bekommst du bei deiner eigenen Hochzeit zurück. Wer in diesen Kreisen zu wenig gibt, macht sich keine Freunde – informiere dich also vorab bei jemandem, der das Paar kennt.

Schweizer Norm: Eher diskret, pragmatisch, ohne grosse Zurschaustellung. Der Umschlag landet in der Box, niemand schaut rein, das Paar dankt sich am nächsten Tag. Sachlichkeit mit Herzlichkeit – typisch schweizerisch.

Kurz gesagt: Bei multikulturellen Hochzeiten lohnt sich ein kurzes Nachhaken im Vorfeld. Lieber einmal zu viel gefragt als einmal zu wenig gegeben.

FAQ: Alternativen zum Geldgeschenk

Erlebnisgeschenke: Wellnesswochenende, Gourmetrestaurant, Paarkochkurs oder Beitrag zur Hochzeitsreise. Personalisierte Geschenke wie Fotobücher oder gravierte Gläser kommen ebenfalls gut an. Mehr Ideen im Artikel Was schenkt man zur Hochzeit?

Ja – persönlicher als Bargeld und trotzdem flexibel. Ein Gutschein für Brautaccessoires oder ein Abendkleid bei Samyra Fashion ist eine originelle Idee – die Beschenkte wählt selbst, was zu ihr passt.

Ja, besonders im Arbeitsumfeld. Wenn 8 Kolleginnen je Fr. 40.- zusammenlegen, ergibt das Fr. 320.- – ein schöner Betrag, der für alle tragbar ist. Eine gemeinsame Karte mit allen Unterschriften rundet das Geschenk ab.

Ja. Erhältlich im Showroom Zürich an der Austrasse 38 oder unter 044 451 11 00. Einlösbar für Brautkleider, Abendkleider und Accessoires – ab Fr. 219.-.

Bei Trusted Shops mit 4,97 von 5 Sternen – Excellent Shop Award 5 Jahre in Folge. Wer einen Gutschein schenkt, weiss: die Beschenkte ist in guten Händen.